Die falsche Wahl eines Schweiß- und Montage-Nachunternehmers zeigt sich erst dann, wenn es am teuersten ist — bei der Abnahme, während einer Verzögerung oder wenn Schweißnähte neu ausgeführt werden müssen. Der richtige erspart Ihnen den Ärger und verlängert Termine nur, wenn es wirklich unvermeidbar ist. Hier sind sechs Punkte, die Sie vor der Unterschrift prüfen.
1. Schweißerzertifizierung (EN ISO 9606)
Verlangen Sie Kopien der Zertifikate für die konkreten Schweißer, die am Projekt arbeiten werden — nicht nur die Aussage, dass das Unternehmen sie hat. Prüfen Sie, ob der Geltungsbereich zu Ihren Schweißnähten passt: Verfahren (111, 135/136, 141, UP), Produktform (Blech oder Rohr), Dicke, Position und Grundwerkstoff.
2. Sicherheitszertifikate und Sicherheitskultur
Für Industriearbeiten, und besonders auf Petrochemie-Anlagen, sind SCC/VCA-Sicherheitszertifikate und gültige ärztliche Atteste oft verpflichtend. Fragen Sie auch, wie der Auftragnehmer mit Baustellen-Einweisungen und persönlicher Schutzausrüstung umgeht — das sagt viel über die Ernsthaftigkeit des Unternehmens.
3. Entsende-Compliance (A1)
Kommen die Mitarbeiter aus einem anderen EU-Land, müssen sie regelkonform entsandt werden — mit A1-Bescheinigungen und Meldung im Einsatzland. Eine nicht konforme Entsendung ist ein Risiko für den Auftraggeber, nicht nur für den Auftragnehmer. Ein zuverlässiger Nachunternehmer übernimmt das vollständig und zeigt Ihnen, wie.
4. Referenzen und Erfahrung in Ihrer Branche
Fragen Sie nach vergleichbaren Projekten — nach Branche (Brückenbau, Energietechnik, Petrochemie, Stahlbau) und nach Art der Arbeiten. Ein erfahrener Auftragnehmer kann beschreiben, wo er gearbeitet hat, in welchem Umfang und nach welchen Normen (z. B. EN 1090, Ausführungsklassen EXC3/EXC4).
5. Mobilisierungsgeschwindigkeit
Für Turnarounds und dringende Bedarfe ist entscheidend, wie schnell ein Auftragnehmer ein Team stellen kann. Fragen Sie konkret: in wie vielen Tagen, mit welcher Personalstärke und welchen Profilen. Vage Zusagen sind ein Warnsignal; eine klare Antwort deutet auf tatsächlich verfügbares Personal hin.
6. Dokumentation und Qualitätskontrolle
Ordentliche Dokumentation — Zertifikate, WPS/WPQR, Werkstoff- und Nahtrückverfolgbarkeit — ist keine Bürokratie, sondern Absicherung gegen Mängel und Verzögerungen. Prüfen Sie, ob der Auftragnehmer sie fortlaufend führt und bei Fertigstellung übergibt.
Bei Save Consulting stellen wir zertifizierte Schweißer und Monteure mit vollständiger Dokumentation, Sicherheitszertifikaten und kompletter EU-Entsendung — als zuverlässiger Nachunternehmer für Projekte in ganz Europa.