Qualität & Normen

EN ISO 9606 und EN 287: was sich bei der Schweißerzertifizierung geändert hat

18. August 2026·5 Min. Lesezeit

Wenn Sie schon Schweißerzertifikate gesehen haben, sind Ihnen vielleicht zwei Bezeichnungen begegnet: EN 287-1 und EN ISO 9606-1. Häufig stellt sich die Frage, welche gilt. Kurz gesagt: Für Stahl wurde EN 287-1 durch EN ISO 9606-1 ersetzt. Hier erfahren Sie, was das in der Praxis bedeutet.

Von EN 287-1 zu EN ISO 9606-1

EN 287-1 war die europäische Norm für die Prüfung von Stahlschweißern. 2013 wurde sie für Stahl durch die internationale Norm EN ISO 9606-1 ersetzt. Die neue Ausgabe hat die Anforderungen international angeglichen, das Prinzip blieb jedoch gleich: Geprüft wird die praktische Fähigkeit des einzelnen Schweißers.

Was das für bestehende Zertifikate bedeutet

Nach EN 287-1 ausgestellte Zertifikate bleiben ein Dokument ihrer Zeit, während neue Zertifikate für Stahl nach EN ISO 9606-1 ausgestellt werden. Bei der Wahl eines Auftragnehmers lohnt es sich zu prüfen, nach welcher Norm die Zertifikate ausgestellt wurden und — vor allem — ob sie noch gültig sind.

Was gleich bleibt

Unabhängig von der Normbezeichnung gibt ein Zertifikat immer den Geltungsbereich an: das Verfahren (111, 135/136, 141, UP), die Produktform, die Dicke, die Position und den Werkstoff. Genau dieser Bereich muss zu Ihren Schweißnähten passen.

Was Sie beim Auftragnehmer prüfen sollten

Verlangen Sie die Zertifikate der Schweißer, prüfen Sie die Norm (für Stahl EN ISO 9606-1), den Geltungsbereich und das Gültigkeitsdatum.

Bei Save Consulting stellen wir Schweißer mit gültigen Zertifikaten nach EN ISO 9606-1 für die Verfahren 111, 135/136, 141 und UP.

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